Polaroid Liquide – Releaseinfo – CD-Album „Polaroid Liquide“(2007)

– polaroid liquide –
spielen instrumente
jeder sein eigenes
&
meistens gleichzeitig
das klingt nach musik
&
nennt sich
– free pop –

musikalisch bewegen sich polaroid liquide zwischen
krachigen instrumental-passagen & ruhigeren
songwriterischen elementen. es werden versatzstücke
aus jazz, blues & noise verarbeitet & neu interpretiert.
dabei entstehen flächige soundlandschaften, die auf
mehreren ebenen funktionieren & sich stetig verändern.
die songs erzählen geschichten, erwecken bilder.
die band selbst bezeichnet ihre musik als free pop .

und das sagt die INTRO:
„polaroid liquide – ihr experimenteller indie-postrock
ist von berückender schönheit.“

Pechsaftha – Releaseinfo – CD-Album „Dick in Frisco“ (2007)

„Pechshafta proben nie und doch ist aus jedem Bandtreffen bisher eine Veröffentlichung entstanden. Trotz ihres eigenwilligen Stils haben sie mit Tumbleweed nun ein Label gefunden, um ihr neues Werk auf CD zum ersten Mal einem größerem Publikum zugänglich zu machen, als die vorher in strengst limitierter Kleinauflage via Musikzimmer erschienenen, handgebastelten Vinylonly-Veröffentlichungen. Und auch die Musik ist zugänglicher, beinahe poppig geworden, ähnelt aber immer noch kaum einem der anderen Projekte der Beteiligten. Als da wären: Herr Kircher von EA 80, Herr Schneider und Herr Gelling von GRAF ZAHL, Herr Pech von KLOTZS und Herr Büsser, Musikjournalist, Autor und testcard-Herausgeber, mit dem ich mich im sonnigen Hinterhof des Ventil-Verlages unterhalten habe, während draußen irgendwelche Chorgruppen durch die Mainzer Altstadt zogen.“

– Text erschienen im Ox #69 / Den gesamten Artikel inkl. Interview mit Pechsaftha gibt es  hier. Vielen Dank an die Kollegen vom Ox für ihr Interesse und Engagement.

Luke – Releaseinfo – CD-Album „The Order Failed The Dream“ (2006)

Die Jahre kommen, die Jahre gehen. Mittlerweile sind es zehn. Luke sind immer noch da und wollen auch noch bleiben. Ruhend in sich selbst. Stilvoll. Selbstbewusst. Trendfrei. Zeitlos. Seit langem eingebettet in gewachsene Strukturen und wachsam verfolgt von einer kleinen, aber feinen Gruppe von Geheimniskrämern.

Das Dreieck Luxemburg, Köln, Hamburg. Studium und Beruf im In- und Ausland. Proben, Konzerte, gemeinsame Zeit – keine Selbstverständlichkeit. Einen Businessplan gab es hier noch nie. Und dennoch: Luke funktionieren, sind lebendig, wohl auch wegen der gelebten Freundschaft und Zusammengehörigkeit. Oder gerade deshalb?

Nach drei Jahren im Hinterhalt jetzt also Album Nummer vier: “The Order Failed The Dream”. Bis dato die längste und aufwändigste Produktion mit Mastermind Guido Lucas. Das hört man und das fühlt man. Bis in die letzte Rille gefüllt mit Herzblut. Inhaltlich persönlicher als zuvor. Hier gibt es kein Verstecken. Poppig und brachial, rockig aber fragil, atmosphärisch und euphorisch. Detailverliebt und druckvoll wie noch nie zelebrieren Luke ihren ureigenen Stil. Wissend um die Möglichkeiten, immer wieder die entscheidenden Brüche und Lücken setzend. So trennt sich spielerisch erneut die Spreu vom Weizen. Luke sind wieder auf der guten Seite. Wie immer in all den Jahren.

Stephan Sodeur
– Bass
Heiko Schneider
– Gitarre, Gesang
Kai-Philipp Schöllmann
– Gitarre
Christof Schulte
– Schlagzeug

Eheruncool – Releaseinfo – CD-EP „Noch weiter weg von uns“ (2006)

Eheruncool – Infos – Sommer 2006

Auszug aus einer E-Mail von Sänger Alex:

„Ich selbst habe ca. 1990 mit meiner ersten Band angefangen Musik zu machen. Wir hatten schon damals Vorbilder wie Phillip Boa oder Sonic Youth, nur leider waren die Fähigkeiten begrenzt, so das es immer nach Punk klang. Arne unser Schlagzeuger war damals 14 und wurde von Uwe Jähnichen und mir zu seinen ersten Konzerten mitgenommen. Als Blumfelds „Ich-Maschine“ rauskam, hat uns das so begeistert, daß Arne sofort eine Band namens „Superstars Sucks“ gründete (im trashigsten Tocotronic-Style) und ich fing an deutsche Texte zu schreiben, mit einer neuen Band namens „Clarissa“ (beide auf den ersten Fieberkurve Compilations). Mit Clarissa sind wir dann auch im Radio gelaufen und in diversen Fanzines mit Lob bedacht wurden! Unser Gitarrist Andre war damals 16 und auch schon dabei. Ich glaube das war dann so um 1995 rum. Du siehst, wir kennen uns alle schon lange.

Eheruncool gibt es seit 1999. In unseren Plattenregalen stehen Sachen wie Blumfeld, We Smile, Ostzonensuppenwürfel- machenkrebs, Regierung, Aeronauten, Fünf Freunde, Superpunk, Van Pelt, Bob Tilton, Grade und natürlich Joy Division und Sonic Youth. Ich hör aber auch andere Sachen, wie z.B. Pavlovs Doc und die alten Manchester Bands. Die ersten zwei Blumfeld-Platten sind immer noch meine persönlichen Favoriten!“

Nach verschiedenen Bandprojekten, unter anderem Clarissa und Superstars Sucks, fanden sich mit Eheruncool vier Musik-Enthusiasten zusammen, um ihre Vorliebe für deutschsprachige Popmusik in eigenen Songs zum Ausdruck zu bringen. Nach der 2000 erschienen Single „An Solchen Tagen“, folgte 2001 das erste Album „Drunken Butterfly“. Beide als Eigenveröffentlichung. Im August 2002 erschien auf Noiseworks Records dann das zweite Album „Gezeichnetes Ich“, benannt nach einem Gedícht von Gottfried Benn. Live macht die Band bei zahlreichen Konzerten auf sich aufmerksam und spielte schon mit Bands wie Dirty Spoon, Superpunk, Diario, Tokio Sex Destruction und Malory zusammen. 2004 und 2006 supportete Eheruncool Philip Boa bei einigen Konzerten in Deutschland. Die Songs der bisher veröffentlichten CDs schafften es in die Hörprogramme von Radio Fritz, Radio Blau, Radio T, und dem Hessischen Rundfunk und sind auf diversen Samplern vertreten. Der Eheruncool-Song „Zwischen Für Und Gegen“ war Titelsong des antifaschistischen Schulhof-Samplers „Auf Meiner Seite Steht Das Leben“ der als Gegenprojekt zu den von sächsischen Rechten verteilten Schulhof-CDs herausgebracht wurde. Im Juni 2006 erscheint die EP „Noch Weiter Weg Von Uns“ mit fünf neuen Songs beim Kölner Indielabel Tumbleweed Records und wird im Vertrieb von Broken Silence in den feinsten Plattenläden zwischen Hamburg und München zu haben sein.

Mob – Releaseinfo – CD-Album „We All Repeat The Past“ (2006)

Die Kooperation:
Guido Lucas war 2003, nach einigen Konzerten von Mob im Vorprogramm von Blackmail, derart beindruckt, daß er der Band sofort eine Veröffentlichung auf BluNoise Records angeboten hat. Da aber Tumbleweed 2002 den Vorläufer I Believe In You veröffentlicht, die Band erstmalig für mehrere Touren nach Deutschland geholt hatte und es in diesen Kreisen auch um zwischenmenschliche Beziehungen geht, war von Anfang an klar, daß ein kommendes Album nur in (einer wie auch immmer gearteten) Zusammenarbeit von BluNoise und Tumbleweed verwirklicht werden könnte. Nach reiflicher Überlegung wurde deshalb folgendes entschieden: Das neue Album We All Repeat The Past von Mob wird auf BluNoise veröffentlicht und von dessen Vertriebspartner Al!ve vertrieben. Tumbleweed-Die Agentur kümmert sich nur um die Promotion und über diesen Umweg wird es dann doch wieder eine Gemeinschaftsproduktion beider Labels als gleichberechtigte Partner. Mittlerweile haben die beiden Indie-Neurotiker Lucas und Kolepke auch ein gemeinsames Büro im Normal in Köln bezogen. Zusammen mit der Plattform BeSonic und den genial, liebenswerten Nerds von Haldern Pop, stricken dort nun alle an einer Bündelung ihrer Interessen und Zielsetzungen.

Die Veröffentlichung:
War den beiden Vorgängeralben, And This Is A Good Day (1999) und I Believe In You (2002), immer ein wenig der Vorwurf zu machen, der eindrucksvollen Live-Präsenz nicht gerecht zu werden, so haben es Mob auf ihrem dritten Album We All Repeat The Past schlußendlich doch einmal geschafft, die Wucht und Energie, sowie die unglaubliche Zornigkeit ihrer Live-Shows in einem Studio auf Band zu bringen. Zu verdanken ist dies vor allem auch der einfühlsamen Einflußnahme von Produzent Guido Lucas, der sich auf Drängen der Band tagelang einzelnen Tönen widmete und bloßen Gitarrengeräuschen meterweise Band einräumte. Mit einer Mischung aus Lautstärke und kleinen Melodien, in denen du auch nach mehrmaligem Hören immer wieder neue Elemente entdeckst, türmt die Band hier Gitarrenspuren zu eindrucksvollen Gebilden auf. Die auf dem nun vorliegenden Album enthaltenen neun Stücke verbreiten eine ganz spezielle, vollkommen Mob-typische Aura zwischen Melancholie und Wahnsinn. Einmal wahrgenommen und abgespeichert, ordnet man diesen Sound zukünftig immer Mob zu. Der Wiedererkennungsfaktor ist also sehr hoch. Wenn man sucht, wird man sicherlich nur einige wenige Bands finden, die es schaffen auf so unverwechselbare Art und Weise Noiserock der kranken Schule mit britischem Indierock/-pop als zusätzlichem Bezugspunkt zu paaren. Bands wie Mogwai, My Bloody Valentine, Cure und Placebo seien hier als Eckpfeiler genannt.

Scut – Releaseinfo – CD-Album“Never Got Tatooed“(2005)

„schrammelgitarren rauschen durch die hi-fi boxen und versetzen dich in eine überaus beruhigende melancholie. es fühlt sich fast so an wie 1991, wo man auf knien durch sein jugendzimmer rutschte, sich in helden wie ride auf ewig verliebte und sich verträumt in die welt der gitarrenwände begab. ein längst verlorener sound glaubten viele, doch die ende 2001 gegründeten scut aus wiesbaden schicken sich nun an mit ihrem herzschmerz-shoegazer-sound diese wunderbare welt des „wall of sound“ aufrechtzuhalten. diverse fachzeitschriften haben das potential dieser band bereits erkannt, als sie 2004 scut einfach mal so, als beste „indie-vorband“ titulierten, was gar nicht despektierlich gemeint war, sondern eine verbeugung vor dem schlummernden potential darstellte, welches in scut steckt. schon allein aus diesen gründen nahmen bisher u.a. readymade und nova international scut als support mit auf ihre touren. anfang 2004 begannen dann endlich die aufnahmen für ihr debutalbum „never got tatooed“ im zentralstudio in mainz, welches unter der regie von zac johnson (readymade, tobacco) und daniel riedl entstand. aktiv an den reglern war tobias paldauf. im mai 2005 wird dann dieses feine debutalbum auf die hörerschaft losgelassen und die indiepopfreunde begeistern. die beiden kleinen aber feinen indielabel tumbleweed records aus köln, sowie alison records aus lüneburg, nahmen sich scut an und es müssten mal wieder alle ungerechtigkeiten dieser welt zusammen-kommen, wenn diese band nun nicht endlich mal aus dem schatten von bands wie slut oder miles heraustreten würde. verdient haben sie es allemal. natürlich fallen einem bei scut sofort zig querverweise ein. ride, power of dreams oder auch die frühen lush klingen an vielen stellen angenehm durch und dennoch behalten scut durch den feinen doppelgesang von sänger markus und bassistin regine immer eine völlig eigenständige note. außenseiter-prosa trifft auf gitarrenwände die den begriff ‚finest popism‘ noch verdienen. markus-gitarre, gesang; samel-gitarre; regine-bass, gesang und rainer-drums ist die besetzung von scut. man kann ihnen zu ihrem debut nur gratulieren. 10 grandiose indiepopsongs fanden ihren weg auf „never got tatooed“ und sollten auf allen indie-dancefloors dieses landes gehört und betanzt zu werden. herrlich wieder dieses gefühl zu spüren.“

von Benny Ruess / Revolver Club Hamburg / Frühling 2005

Bizibox – Releaseinfo – CD-Album „Never Catch Us Downtown“ (2005)

Mit den Songs von Never Catch Us Downtown macht die Band nicht nur da weiter wo sie auf ihrer letzten EP soma aufgehört hat, sondern geht in Punkto Songwriting noch einen Schritt weiter. Damals schon vom Lob der Presse verwöhnt, welche z.B. die „ausgefallene Gitarrenarbeit und den Charme der Musik“ [Intro] lobte, oder sich unter anderem fragte warum die fünf Bonner „nicht längst in der ersten Liga der deutschen Rockbands spielen“ [Westzeit], kommen die neuen Songs wesentlich kompakter und rockiger daher.

Es sind elf Songs, die durch schöne Harmonien und wunderbar eingesetzte Gesangsmelodien, aber auch durch enorme Kraft überzeugen. Elf Songs, die das nötige Potential für eine gute Zukunft von Bizibox besitzen. Aufgenommen auf einem alten Bauernhof, wurde das neue Material, wie schon der Vorgänger, wieder von Kurt Ebelhäuser gemixt, dem zu verdanken ist, dass die Songs sehr ehrlich und unheimlich druckvoll herüber kommen.

Gegründet wurde Bizibox 1995. Eine lange Zeit also, die die Band existiert, aber auch genügend Zeit für die 5 Musiker jede Menge musikalische Erfahrung zu sammeln, die sie im während Studioaufnahmen oder Live auf der Bühne umsetzten können. Zum Beispiel u.a. bei Auftritten auf dem 2000er Bizarre-Festival, der Bonner Rheinkultur, dem wohl größten und ältesten „umsonst+draußen“-Open-Airs der Republik, oder aber bei vielen diversen Clubgigs in gesamt Deutschland.